G = Gegenwartsfußball und P = Powerfußball Unterschiede
G – Tore sind Glückssache.
P – Tore werden gezielt herausgespielt.
G – Viel Querspiel.
P – Nur Direktspiel.
G – Niedrige Torquote (2:1, 1:0, 3:2).
P – Hohe Torquote (12:8, 15:7, 9:9).
G – Spielaufbau langsam.
P – Spielaufbau blitzschnell.
G – Irgendjemand muss sich etwas einfallen lassen, sonst tut sich nichts.
P – Jeder Spieler weiß genau, was er zu machen hat.
G – „Brillante“ Einzelspieler, oft Selbstdarsteller, dominieren die Elf.
P – Brillante Einzelspieler sind nicht gefragt.
G – Dreier System: hinten, Mitte und vorn,
P – Elfer System (Fußball Total): elf Angreifer, elf Verteidiger.
G – Taktik inflexibel, basiert auf Rollenaufteilung und Rollenbeschreibungen.
P – Taktik flüssig, organisch, immer anders, nicht auszurechnen.
G – Alles kommt vom Trainer, wenig von den Spielern.
P – Alles kommt von den Spielern, wenig vom Trainer.
G – Entscheidungen auf dem Spielfeld sind mittelmäßig: daher wenige Torschussmöglichkeiten
P – Entscheidungen werden fast immer optimiert: daher viele Torschussmöglichkeiten.
G – Mittelmäßiges bis schlechtes Passspiel
P – Erstklassiges Passspiel, hundert Tausende Mal geübt
G – Viele dumme Fouls.
P – Fouls sind äußerst selten, weil das Spiel so schnell ist.
G – Es wird lange kreuz und quer gespielt, bevor jemand aufs Tor schießt.
P – Es wird fast nur steil vor und zurück gespielt.
G – Mit dem Ball laufen.
P – Den Ball laufen lassen.
G – Niedrige Wahrscheinlichkeit (10%?), dass Torschüsse in Tore resultieren.
P – Hohe Wahrscheinlichkeit (50%), dass Torschüsse in Tore resultieren.
G – Der Trainer weist die Richtung, er hat das Sagen.
P – Der Trainer sagt selten etwas, er stellt nur Fragen.
G – Viel laufen mit Ball.
P – Viel laufen ohne Ball.
G – Häufiges Zurückspielen zum Torwart.
P – Rückspiel zum Torwart geschieht sehr selten.
G – Viele Fehlpässe.
P – Viele perfekte Pässe.
G – Der Trainer gestikuliert von der Seitenlinie.
P – Der Trainer sitzt auf der Tribühne.
G – Lange, hohe Schüsse nach vorn, die meist beim Gegner landen.
P – Lange, flache Schüsse nach vorn, in den Lauf des Mitspielers geschlagen.
G – Freistöße vor dem Tor des Gegners gehen selten ins Tor.
P – Freistöße vor dem Tor des Gegners gehen mit 50% iger Wahrscheinlichkeit ins Tor.
G – Training uneffizient: man bemerkt keine Verbesserung.
P – Training hocheffizient: das Spiel verbessert sich sichtbar, von Woche zu Woche.
G – Teamarbeit mittelmäßig: die Spieler spielen selbstdarstellend.
P – Teamarbeit erstklassig: die Spieler kennen sich nicht nur gut, sie spielen wie aus einem Guss.
G – Kommunikation auf dem Spielfeld ist oft destruktiv (viel Gemecker und Geschimpfe).
P – Laufende, konstruktive, sich gegenseitig unterstützende Kommunikation.
G – Der Ball wird erst gestoppt, dann meist ungenau abgespielt.
P – Der Ball wird fast immer hart, flach und genau im one-touch weitergegeben.
G – Ein paar Spieler schießen die Tore.
P – Die Torschützen sind gleichmäßig in der Mannschaft verteilt, da jeder es unendliche Male geübt hat und jeder auch vorn spielt.
G – Viele Spieler spielen eigennützig.
P – Jeder spielt für das Team, eigennütziges Spiel ist verpönt.
G – Richtige Teamwork kann nicht existieren, da die Mannschaft sich laufend verändert.
P – Die höchste Form von Teamwork, da die Spieler während ihrer ganzen Karriere zusammenbleiben.
G – Training und Spiel fokussieren auf das Wesentliche und Unwesentliche gleichermaßen.
P – Training und Spielt fokussiert ausschließlich auf das Wesentliche im Fußball.
G – Die Spieler üben viele Sachen nur ein wenig und verbessern sich so nicht.
P – Die Spieler üben, üben und üben das Wesentliche, um es zu perfektionieren.
G – Die Spieler lieben es, im Mittelfeld umher zu dribbeln und ihre technischen Fähigkeiten zu zeigen.
P – Die Spieler dribbeln äußerst selten, da Dribbeln nichts bringt, sondern nur Spielverzögerung ist.
G – Viele Kopfbälle..
P – Keine Kopfbälle, weil Kopfbälle zu ungenau und langsam sind und überhaupt nicht zum Fußballspiel passen; daher heißt es ja Fußballspiel; zusätzlich schädigen sie das Gehirn.
G – Die Spieler trainieren selten, wenn überhaupt, mental
P – Die Spieler arbeiten viel mental, indem sie Schüsse, Taktik und Spiele visualisieren
G – Meist einfüßig.
P – Meist beidfüßig.
G – Langsam denkend, weil vorher ausgearbeitete Denkmuster fehlen.
P – Schnell denkend, weil die Muster schon da sind.
G – Die Spieler freuen sich wahnsinnig über Erfolge, werden aber durch Gegentore und Niederlagen leicht geknickt.
P – Die Spieler können mit Erfolgen und Niederlagen gleich gut umgehen.
G – Die Spieler laufen mit voller Kraft; nach dem Spiel sind sie ausgelaugt.
P – Die Spieler haben gelernt, ohne große Kraftanstrengung zu laufen; sie huschen, auf diese Weise können sie den ganzen Tag lang spielen.
G – Die Mannschaft erzeugt wenig Synergie: gemeinsames und kooperatives Handeln.
P – Die Mannschaft erzeugt hohe Synergie: zusammen erhöhen sie die Effektivität jedes Einzelnen.
G – Die Mannschaft spielt nur teilweise druckvoll, weil sie sich verausgabt.
P – Die Mannschaft entwickelt einen hohen Druck über 90 Minuten, weil sie unendlich viel Kraft erzeugen können.
G – Die Spieler gehen kein großes Risiko ein, weil sie nicht schlecht aussehen wollen.
P – Jeder Spieler geht laufend hohe, aber scharf kalkulierte, Risiken ein.
G – Wenn das Spiel nicht läuft, werden die Spieler leicht entmutigt.
P – Die Spieler sind nie entmutigt; sie haben für alle Vorfälle eine positive „Das schaffen wir!“ Einstellung.
G – Die Spieler sind zufrieden, wenn sie gut spielen.
P – Die Spieler versuchen in jedem Spiel ihre persönlichen Grenzen sichtbar zu überschreiten.
G – Die Spieler sind immer angespannt und verschwenden so viel Energie.
P – Die Spieler wissen, wie man sich während des Spiels in kürzester Zeit total entspannt, um Energie zu sparen und neue Energie zu erzeugen.
G – Jeder Spieler ist darauf bedacht, gut auszusehen.
P – Jeder spielt uneigennützig, für den anderen.
G – Der Trainer sagt den Spielern, was sie zu machen haben.
P – Der Trainer hilft, gibt Rat, stellt Fragen und leitet mit weiser Hand – aber er sagt wenig.
G – Der Trainer hat früher selbst in der Bundesliga gespielt.
P – Der Trainer hat selten Bundesligaerfahrung – denn das Trainer/Lehrer-Amt ist ein ganz anderer Job als Fußball zu spielen.
G – Der Verein braucht Glück, damit während der Saison alles gut läuft.
P – Der Verein ist ein Lernverein; er beruht nicht auf Glück; alle Aspekte im Verein werden laufend verbessert.
G – Die Spieler sind körperlich nicht sehr beweglich und ziemlich langsam.
P – Die Spieler sind spritzig; auch laufen sie 100 Meter in 12 Sekunden.
G – Der Verein ist für die Spieler ein nur Mittel zum Zweck.
P – Die Spieler geben sich ihrem Verein und ihrem Fußball total hin.
G – Die Spielintelligenz ist niedrig; sie wird wenig gefördert.
P – Die Spielintelligenz ist hoch; sie wird täglich bewusst weiterentwickelt.
G – Wenige Spieler können regelmäßig Tore erzielen, nicht einmal aus naher Distanz.
P – Jeder Spieler kann aus 30 Metern Distanz mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Tor erzielen.
G – Der Spielfluss ist kompliziert und stockend.
P – Der Spielfluss ist flüssig, immer.
G – Die Spieler beschweren sich laufend beim Schiedsrichter.
P – Die Spieler akzeptieren die Entscheidungen des Schiedsrichters bedingungslos.
G – Taktik ist Sache des Trainers; sie wird vor dem Spiel abgesprochen.
P – Taktik ist Sache der Spieler; sie wird vom Spielgeschehen bestimmt.
G – Im Verein wendet man das an, was man woanders gelernt hat.
P – Der Verein ist wie eine Schule: Man lernt dort laufend dazu.
G – Fußball ist eine Geldmaschine, man bedient sich ihrer.
P – Fußball wird als Kunst angesehen, die Spieler fühlen sich als gut-bezahlte Künstler.
G – Die Mannschaft verändert sich von Saison zu Saison.
P – Die Mannschaft besteht aus 22 Spielern, die ein ganzes Fußballleben zusammen bleiben.
G – Die Mannschaft kann nie zu einem echten Team zusammenwachsen, da sie sich laufend verändert.
P – Da die 22 Spieler von morgens bis abends zusammen sind, entwickelt sich ein hoher Teamgeist.
G – Die Spieler gebrauchen ihre fünf Sinne; einen sechsten haben sie nicht entwickelt.
P – Alle Spieler lernen, drittäugig zu sehen; d.h., sie entwickeln und nutzen ihren sechsten Sinn laufend.
G – Cliquenwirtschaft, Neid, Angst und Freudlosigkeit prägen einige Vereine.
P – Im Verein herrscht Harmonie; die Einstellung aller Vereinsmitglieder ist zuversichtlich und positiv.
G – Man glaubt, ohne Stars nicht erfolgreich sein zu können.
P – Die Mannschaft hat keine Stars; Einheit – einer für alle und alle für einen – ist das Ziel.
G – Die Fähigkeit mental zu trainieren besitzt fast kein Spieler.
P – Alle Spieler können mental, auf Anhieb, trainieren – z.B., vor dem Schlaf, beim Essen, während der Fahrt.
G – Die Spieler kommunizieren wenig über den Fußball.
P – Die Spieler kommunizieren laufend über den Fußball; nichts ist für sie interessanter.
G – Die Abwehr ist durchdringlich.
P – Die Abwehr ist fast undurchdringlich.
G – Wenn ein Spieler einen Fehler macht, wird er von seinen Mitspielern ausgeschimpft.
P – Wenn ein Spieler einen Fehler macht, wird er von seinen Mitspielern ermutigt und unterstützt.
G – Es gibt wenige durchdachte Spielzüge.
P – Jeder Spielzug ist momentan, blitzschnell erfasst und durchdacht.
G – Der Verein verdient relativ wenig Geld, weil die Stars hohe Gehälter beziehen.
P – Der Verein verdient viel Geld, weil die Gehälter moderat sind – Stars sind unerwünscht.
G – Der Verein hat eine Nachwuchsabteilung, heuert aber trotzdem lieber teure Stars an.
P – Der Verein hat eine erstklassige Nachwuchsabteilung; sie produziert laufend Powerfußballer.
G – Einsatz: je nach Laune.
P – 100% Einsatz, immer.
G – Es gibt keine sichtbaren Beweise mentaler Spielplanung.
P – Jedes aufkommende Spiel wird vorher mehrere Male mental durchgespielt. Das heißt, das Spielmuster eines jedes einzelnen Spielers wird vor dem Spiel von jedem Spieler selbst festgelegt.
G – Jeder erfolgreiche Schuss oder Pass ist Glücksache.
P – Jeder Schuss und jeder Pass landet genau dort, wo er hingedacht wurde: Glück wird nicht benötigt.
G – Schüsse und Pässe sind das Produkt eines unbewussten, flüssigen Denkmusters.
P – Schüsse und Pässe sind das Produkt eines im Gehirn fest verankerten, durch Training in Schuss- und Passhalle geübten und zig-tausend Mal gefestigten Gehirnmusters.
G – Aus der Not werden hohe Flanken irgendwo hin nach vorn geschlagen.
P – Scharfe flache Pässe nach Vorn sind die Norm; hohe Bälle sind viel zu ungenau.
G – Der Vorteil von Einwürfen wird meist vergeudet.
P – Einwürfe sind der Anfang eines neuen Angriffs.
G – Ecken werden hoch in den Strafraum geschossen, in der Hoffnung, dass ein eigener Spieler mit dem Kopf ein Tor erzielt, was selten geschieht.
P – Ecken sind Pässe, die zum Torschuss führen; nicht mehr.
G – Die Spieler schießen den Ball ohne Differenzion mit der Innenseite, der Außenseite, dem Innenriss, dem Außenriss, dem Vollspann oder der Pike.
P – Die Spieler üben nur zwei Schussarten, diese aber bis zur Perfektion: den Schuss und den Pass, mit der Innenseite und dem Innenriss, weil sie die größte Berührungsfläche von Ball und Fuß ergeben.
G – Auf dem Trainer liegt die ganze Entscheidungslast.
P – Die Spieler entscheiden: wer, wie, wann und wo.
G – Der konventionelle Trainer ist voll verantwortlich und wird häufig ausgetauscht.
P – Der „Trainer“ wird zum Fazilitator, zum Ermöglicher, zum Weisen, zum idealen Ansprechpartner; er bleibt beim Verein, er wird alt mit dem Verein, denn er ist der Verein.
G – Schüsse aufs Tor gehen selten ins Netz.
P – 50% aller Torschüsse resultieren in Tore.
G – Die Trainer gestikulieren von der Trainerbank aus.
P – Es gibt keine Trainerbank; der Trainer sitzt irgendwo auf der Tribüne.
G – Die Gehirne der Spieler sind nur schwach programmiert; sie sind Halbprofis.
P – Die Spieler haben ihre Gehirne voll programmiert, sie sind Vollprofis.
G – Pässe von hinten werden mit dem Rücken zum gegnerischen Tor angenommen.
P – Der Ball wird von hinten in den Lauf des bestplatzierten Spielers gelenkt.
G – Die Spiele sind langweilig, weil die Zuschauer im voraus sehen, wo der Ball hin gespielt wird.
P – Die Spiele sind hoch interessant, weil sie voller Überraschungen sind.
G – Zeitweilig arten Spiele in ein wildes Gebolze aus, wo der Ball ohne Sinn und Verstand umhergedroschen wird.
P – Jede Spielszene ist Tausand Mal geübt worden, mental und im Seminarraum, daher laufen sie perfekt ab, wie die Sequenzen in einem Film.
G – Viele Fouls.
P – Das Spiel ist zu schnell für Fouls.
G – Die Dreier-Taktik tötet ein intelligentes, schnelles Spiel.
P – Die organische Taktik, eine ultimative Taktik, tut das nicht; sie kann, wenn erreicht, nicht verbessert werden.
G – Viele Spieler sind zu schwer und athletisch, das Resultat von zu viel Body Building.
P – Die Spieler sind relativ leicht, drahtig und blitzschnell.
G – Länder, die sich weiterhin der Dreiertaktik bedienen, werden international abfallen.
P – Das Land, welches den Powerfußball zuerst praktiziert, wird die stärkste Liga der Welt haben.
G – Der Trainer stellt um, er verändert die Taktik, sagen die Kommentatoren, als ob der Trainer das während des Spiels könnte. Bestenfalls wechselt er Spielerpositionen.
P – Die organische Taktik ist unendlich flexibel, sie ist ebenfalls so zugeschnitten, dass sie laufend optimiert.
G – Das Training findet auf dem Sportplatz statt.
P – Das Training findet im Kopf und in speziell konstruierten Pass- und Schusshallen statt.
G – Spieler trainieren auf dem Sportplatz, unter Anleitung des Trainers, wenn das Wetter es erlaubt.
P – Spieler trainieren den Schuss immer in der Schusshalle, einer speziell gebauten Anlage, täglich, fünf Mal die Woche, für je eine halbe Stunde.
G – Der Trainer erklärt eingewechselten, kaum zuhörenden, Spielern Sekunden vor dem Austausch, was sie zu machen haben.
P – Spieler wechseln sich selbst aus, nach Absprache untereinander, Tage vor dem Spiel. Der Trainer sitzt auf der Tribüne.
G – Die ganze Last des Spiels liegt auf den Schultern des Trainers.
P – Es gibt keine Last, weder für Trainer noch für Spieler; sie spielen einfach, unbeschwert.
G – Verlieren die Spieler das Spiel, hat der Trainer Schuld.
P – Verliert die Mannschaft das Spiel, weiß sie, dass sie selbst schuld ist.
G – Der DFB Trainer hat es nicht leicht: er muss alles durchdenken, die richtigen Spieler aussuchen, ein Spielkonzept entwickeln, das alle kennen, und den Spielern Anweisungen geben.
P – Der DFB Trainer hat leichtes Spiel. Er nominiert diejenigen, die er für die besten Spieler hält. Mehr braucht er nicht zu machen. Er braucht also gar kein Trainer zu sein. Heidi Klum würde es auch können. Wie Lämmer würden die Jungs ihr folgen. Alle Spieler kennen die organische Taktik, und sie trainieren Schüsse und Pässe, wie sie es gewohnt sind.
G – Wenn Spieler X den Ball hat, wissen die meisten Zuschauer, wo er ihn hin spielen wird. Täuschungsmanöver haben Seltenheitswert. Alle Spielzüge sind voraussehbar, sogar sporadische Täuschungen.
P – Es gibt keinen Pass oder Schuss ohne Täuschung. Täuschung ist automatisch. Der Gegner wird bei jeder Ballabgabe überrascht sein. Daher die hohe Torquote.
G – Oft ideenloses Spiel.
P – Das Spiel ist immer anders, voller Ideen.
G – Fußball ist ein Spiel.
P – Fußball ist eine Performance auf höchsten, bisher noch nie gesehenen Niveau.
G – Wird eines langsamen Todes sterben.
P – Wird die neue Norm sein.
G – Semierfolgreiche (10%?) Disstanzschüsse haben Seltenheitswert, sie werden ja nur Hunderte Mal geübt.
P – Erfolgreiche (50%) Distanzschüsse sind die Norm, Zigtausend Mal geübt.
G – Man hofft auf Kopfballtore, obwohl sie abartig sind. Das Spiel heißt Fußball.
P – Der Ball berührt selten den Kopf; zudem sind Kopfbälle viel zu ungenau, dazu schädlich fürs Gehirn.
G – Das Passspiel ist ungenau, direkt auf den Mann gerichtet.
P – Pässe werden in den Lauf des Mitspielers gespielt.
G – Die klassische Pose eines Schusses oder Passes: Arme auseinander, lange Schritte, der Schuss, das Schussbein durchziehen.
P – Chi-Pässe und Schüsse: aus geduckter Stellung, eine kurze, blitzschnelle Ballberührung, die ganz andere Muskeln erfordert.
G – Lange, hohe Bälle, die selten zu etwas führen.
P – Lange, flache, genaue Bälle, die fast immer zum Torschuss führen.
G – Wahnsinnige Freude, wenn ein Tor erzielt wird.
P – Viele Tore zu erzielen ist die Norm, ein Abklatschen reicht.
G – Viel Querspiel.
P – Exclusives Steilpassspiel: Steilpass No. 1, Steilpass No. 2, Torschuss.
G – Trainer versuchen das Spiel von der Trainerbank zu lenken.
P – Der Trainer sagt, was er zu sagen hat, vor dem Spiel.
G – Viele, unnötige Fouls.
P – Fouls gibt es selten, denn das Passspiel ist zu schnell.
G – Viel körperliche Berührung, also viele Zweikämpfe.
P – Körperliche Berührungen sind selten.
G – Die Spieler sind mental nicht stark, sie knicken leicht ein.
P – Mental bestens auf alle (!!!) Fälle vorbereitet.
G – Die Hälfte der Elfmeter gehen nicht ins Netz.
P – 99% aller Elfmeter gehen ins Netz.
G – Die Torwärter haben keine Angst vor Elfmeterschüssen.
P – Die Torwärter haben einen ziemlichen Bammel, wenn ein Scharfschütze den Ball mit maximaler Wucht, fast doppelt so hart wie jetzt, aufs Tor schießt.
G – Der Torwart fängt den Ball, wartet, bis der Gegner alle eigenen Spieler gedeckt hat, und schießt ihn dann hoch irgendwo hin; er gibt den Ball also meist an den Gegner ab.
P – Der Torwart fängt den Ball, läuft blitzschnell zur 16 m Grenze, und wirft den Ball in den Lauf des bestplatzierten Spielers; er leitet also einen neuen Angriff ein.
G – Alte traditionelle routinierte Denkweise.
P – Neue progressive, kreative Denkweise.
G – Spieler laufen viel mit dem Ball. Es ist jedoch die langsamste Art, den Ball zu bewegen.
P – Spieler laufen selten mit dem Ball. Sie spielen one-touch Fußball.
G – Langsam im Kopf, keine eingefahrenen Denkmuster.
P – Blitzschnell im Kopf, der tief eingefahrenen, einer Autobahn ähnlichen, Denkmuster wegen.
G – Viele Zweikämpfe.
P – Seltene Zweikämpfe.
G – Spieler nehmen den Ball an und dribbeln ein wenig, bevor sie ihn abspielen (kein Denken).
P – Spieler geben den Ball im one-touch weiter, in den Lauf des bestplatzierten Mitspielers (3 Stufen Denken).
G – Viele Bälle werden mit dem Außenriss und dem Vollspann geschossen, in anderen Worten mit den ungenauesten Schussarten; daher kommen sie oft nicht an.
P – Alle Bälle werden mit dem Innenriss oder der Innenseite bewegt, daher die hohe Präzision.
G – Die Einfallslosigkeit der Spieler ist oft erschreckend.
P – Die Einfallsvielfalt der Spieler ist imponierend.
G – Die Spieler verausgaben sich im Laufe des Spiels, sie verlieren Kraft.
P – Die Spieler lernen sich zu entspannen, wenn sie nicht am Ball sind; sie könnten drei Spiele hintereinander spielen.
G – Gegenwärtige Spieler können keine Powerfußballer werden. Ihr jetziges, konventionelles Spiel ist zu tief in ihren Gehirnrillen verankert.
P – Das Training im Powerfußball ist dramatisch anders als das gegenwärtige Training.
G – Die Spieler trainieren ihre Künste relativ wenig, wenn, dann oberflächlich.
P – Die Spieler trainieren oft und programmieren Ihre Künste bis ins kleinste Detail.
G – Wie oft werden Torschüsse pro Jahr geübt? Ein Tausend Mal?
P – Pro Jahr Hunderttausend Mal.